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1.August 2014

… Kartoffelmärchen.

Erinnert ihr euch noch an Karo und Christoffel ?

Die Liebe hat wohl noch weiter gekeimt.

Der Beweis: in diesem Jahr gab es bei mir im Garten,

dort, wo ursprünglich mein Kompost lagerte und ein kleines Hügelchen zurück geblieben ist,

einen sehr fruchtbaren

Kartoffel-Tomaten-Sonnenblumen-Nacht-und Königskerzen-Mutterkraut-Kermesbeeren-Acker.

Wobei, Acker ist die falsche Bezeichnung, es ist eher ein Urwald.

All diese Pflanzen sind, ohne mein gärtnerisches Zutun, dem Kompost entsprungen.

Die Kartoffeln habe ich nicht gestetzt, habe die Pflanzen aber als solche erkannt und war gespannt,

ob es irgendwann auch irgendwas zu ernten gäbe.

Die Tomatenpflanzen sprossen wie Blumensträuße aus der Erde.

Etliche Pflanzen konnte ich verschenken, doch den Rest habe ich einfach sich selbst überlassen.

Entsprechend wild hat sich die Ecke inzwischen gestaltet.

Nun kam die Fage auf, wann werden denn Kartoffeln geerntet?

Erfahrung hatte ich bisher keine. Aber wozu hat man denn die kleinen Helferlein bei Google!

Also, von denen erfuhr ich, ernten kann man, wenn das Laub abgestorben ist.

Inzwischen hoffte ich aber auch, auf die ein oder andere reife Tomate.

Die Suche im “Urwald” gestaltet sich als sehr mühsam,

da das Laub ungestützt kreuz und quer durcheinander wächst.

Man hat Probleme, keine der Gewächse “tot” zu treten.

Hierbei entdeckte ich dann aber, das Kartoffel-Laub ist schon recht verrottet.

Juppidu, Kartoffelernte ist angesagt!!

Nach Anheben der Pflanze folgen ein paar Würzelchen – und das war’s.

Na gut, hab ja auch nichts angehäufelt, das soll ja bei Kartoffeln sehr wichtig sein.

Schade aber!

Doch dann, beim Ausreißen von Mutterkraut, das sich wirklich mittlerweile überall dazwischen klemmt,

zog ich ein Kartöffelchen aus der Erde.

Eine weitere Kartoffel lugte aus dem gelockerten Boden heraus.

Das veranlasste mich doch ein wenig zu “wühlen”.

Und siehe da, es kamen mehr und mehr Kartoffeln zum Vorschein.

Eine richtig große war leider schon angefault.

Jetzt aber beginnt das Märchen.

Ich bekam plötzlich “Karolinchen” in die Hand,

die laut nach ihrem “Stoffel” rief.

Stoffel folgte dann auch ganz schnell.

Sie hatten sich in der Erde schon warm aneinander gekuschelt, weil sie sich so sehr mochten.

Da sich aber ihr Kinderwunsch nicht erfüllt hatte,

kümmerten sie sich liebevoll um ein kleines Entchen, das ihnen zugelaufen war.

Zusammen mit all den anderen Erdlingen, fühlen sie sich sichtlich wohl.

Ich bin dann mal gespannt, wie diese Liebesgeschichte noch enden wird.

Ich jedenfalls liebe meine Kartoffeln,

Von ganzem Herzen!!!