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31.Dezember 2014

Silvesterparty im Bootshaus Amadeus Neuwied  – ein “Ausrutscher”

Vielversprechend hatte es geklungen, das Plakat, mit dem 2013 zur Silvesterparty eingeladen wurde.

Eine unvergessene Silvesternacht.

Das Feuerwerk am Rhein gehört zu dem schönsten Höhepunkt des Jahreswechsels.

Genießen Sie mit uns diese Nacht mit einem abwechslungsreichen Programm und jede Menge Partystimmung.

Reservierung und Karten-Vorverkauf bei uns bis zum 20.12.2013


Programm:

19:00 Uhr: Sektempfang

20:00 Uhr: Warmes und kaltes Buffet
Musikalische Unterhaltung mit Relyn
(Musik der 60er, 70er und 80er- Jahre aus den aktuellen Charts)

Ab 21:00 Uhr: Partybeginn
Tanzmusik mit Relyn www.relyn.de
Tanzen Sie in das Neue Jahr

23:00 Uhr: Mitternachts-Snack

24:00 Uhr: Anstoß mit einem Glas Sekt auf das Neue Jahr 2014
auf unsrer Rheinterasse mit Blick auf das Feuerwerk am Rhein.

40,00 € pro Person

 

Das Lokal war den wenigsten aus unserem Freundeskreis bekannt, also haben wir uns verlocken lassen und haben beschlossen, dort den Jahreswechsel zu feiern.

9 Karten wurden gekauft. Für eine 10. Person, die erst am Silvesterabend die Karte kaufen würde, wurde ein Platz am Tisch erbeten und zugesichert.

Die Eintrittskarten, das war ein kleiner Lichtblick, waren gleichzeitig Losabschnitte für eine Tombola.

Die Lokalität, ein “Bootshaus” eben, war recht eng bestuhlt und mit sparsamen Mitteln für die Feier dekoriert. Der erwünschte 10. Platz an unserem Tisch fehlte. Ein Stuhl war schnell gebracht, ein fehlendes Sektglas für den Begrüßungstrunk war nur nach mehrmaligem Einfordern mit Mühen aufzutreiben. Wie sich im weiteren Verlauf zeigte, gab es nicht genügend Gläser für alle Gäste, egal welches Getränk man gerade bestellte. Die jungen Damen, die für die Bedienung zuständig waren, versuchten alle Defizite, die ihnen sichtlich peinlich waren, mit Freundlichkeit und Eifer wieder wett zu machen.

Der Weg zum Buffet, das in einem vergleichbar engen, kleinen Räumchen aufgebaut war, gestaltete sich als eine harte Geduldsprobe. Wir jubelten heimlich, weil wir von unserm Tisch aus auf das Buffet schauen konnten. Unser Jubel war allerdings verfrüht, weil sich dann herausstellte, dass die für uns eingesehene Tür, der Ausgang für die Buffetgänger war. Also mussten wir uns in die Schlange reihen und dem vorgegebenen Weg folgen. Da sich aus 2 Ausgängen Schlangen bildeten, um dann an einer Engstelle zusammenzutreffen und per Reißverschlussverfahren (das allerdings nicht recht funktionieren wollte) in besagtes Räumchen zu gelangen, standen die Personen, die dem Buffet am nächsten saßen, endlos lange in Wartestellung. Bis die letzten Gäste das Buffet erreicht hatten, waren die mager bestückten Vorspeisenplatten schon blank geputzt. Nicht blank geputzt war allerdings das Geschirr und Besteck, mit dem das “Festmahl” eingenommen werden sollte. Fingerabdrücke und glitschiger Kniest glänzte einem vom Teller entgegen. Gelegenheit sich nach einem besseren Exemplar zu bemühen gab es nicht, dafür war das Gedränge viel zu groß und der Raum zu eng. Also hoffte man darauf, dass man mit den leckeren Speisen das schmuddelige Drunter vielleicht vergessen kann. Aber leider konnte man auch das leckere Essen vergessen.

Lieblos waren die Speisen dargeboten und auch sonst hat man alle Kosten und Mühen gescheut. Nachschub in den Speisebehältern ließ auf sich warten, so ging man nach langem Anstehen mit nur mäßig gefülltem Teller wieder an seinen Platz. Beim Nachtisch gab es dann das gleiche Spiel, wie bei der Vorspeise, die Letzten schauten in die Röhre, bzw. in die Leere.

Verschiedentliche Anmerkungen dem Veranstalter gegenüber, wurden nicht ernst genommen und mit läppischen Antworten abgetan. Die Sängerein, Ehefrau des Chefs, hat eine schöne klare Stimme und kann auch sehr gut singen. Die Lautstärke grenzte allerdings nah an die Schmerzgrenze und es war kaum möglich sich mit seinem Gegenüber zu unterhalten. Ein gut gemeintes Unterhaltungsprogramm, Tänze und andere phillipinische Showeinlagen, waren nur von den Gästen zu sehen, die unmittelbar neben den Show-Akts platziert waren.

Das angekündigte Feuerwerk, das von allen Seiten gezündet wurde, war schon toll anzusehen. Man musste sich allerdings sehr vorsehen. Es gab viele Menschen, die das Schauspiel genießen wollten, doch am Rheinufer schoss und feuerte und knallte jeder, als wäre er alleine am Werk, gelegentlich fiel einem dann auch schon mal was vom Himmel auf den Kopf. Zum Glück hat niemand, soweit man es mitbekam, schlimmeren Schaden davon getragen.

Bei der Auslosung haben doch tatsächlich 3 Teilnehmer von unserem Tisch etwas gewonnen. Wir erhielten einen 10,00 €-Gutschein, einzulösen genau in diesem Lokal. Wir erhofften uns, den Gutschein bei der Abrechnung unserer Getränke einlösen zu können, um nicht noch einmal hier hin zu müssen. Leider wurde gerade das nicht geduldet.

Mal schauen, wie es für uns ausgeht, wenn wir mit dem Gutschein bei einem Rheinspaziergang dort auf eine Tasse Kaffee einkehren.

Ganz sicher weiß ich, dass ich niemandem empfehlen werde, dort eine Silvesterparty zu besuchen, Die Reaktion des Veranstalters auf unsere Beschwerden, die sicher nicht die einzigen waren, lässt darauf schließen, dass er nicht vorhat im kommenden Jahr irgend etwas anders zu machen.

Auch in diesem Jahr gab es wieder das vielversprechende Plakat.

Der Preis ist inzwischen gestiegen!

Ob sie wohl dafür eventuell ein ausreichendes Angebot für das Büffet besorgt haben?

Ich wünsche es allen Gästen, die dieses Jahr bei Amadeus eine glänzende Silvesterfeier erleben möchten. Wenn sie Glück haben, glänzt ja vielleicht auch das Porzellan – und dann hoffentlich nicht wegen der Fett-Rückstände.