20.März 2011

. des Wahnsinns?

- einfach wahnsinnig toll !!!

Nach dem letzten großen Hochwasser bei uns am Rhein, liegen Unmengen von
angeschwemmtem Holz am Ufer und entlang der Spazierwege.
Es verführt einfach dazu, immer wieder nach besonders schön geformten und
“weichgespülten” Stücken zu suchen.
Seit einigen Tagen ist der Rhein wieder ein wenig eingetrocknet,
und man kann sogar im Flußbett nach Schätzen suchen.
Mein Mann gönnt mir nicht nur den Spaß daran, er hilft mir sogar fleißig beim Suchen,
und was natürlich von erheblichem Vorteil ist, er hilft auch beim Tragen der Fundstücke.
Heute hat er mir eine riesige Freude bereitet,
auch wenn er es sich so zuvor sicher nicht vorgestellt hat.
Unter der Engerser Eisenbahnbrücke hat mein Mann einen wunderschön ausgespülten
Baumstamm entdeckt und mir natürlich sofort gezeigt. Ich war dann so begeistert
von diesem Exemplar, dass es mir nicht ausreichte, nur ein Foto davon zu machen.

Davon abgesehen, dass unser Plastikbeutel mit Sammelstücken zu dem Zeitpunkt
schon so gefüllt war, dass ein Henkel gerissen ist, hätten wir dieses große Baumstück
niemals bis zum Auto tragen können.

Doch ich hätte es so gerne gehabt!

Also überlegte ich laut, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, das Auto so zu parken,
dass der Transportweg nicht zu weit ausfällt, und mein Mann überlegte mit!
Da der HSV spielte, mussten wir erst einmal nach Hause, jedenfalls mein Mann musste.
Von dort aus konnte ich meinen jüngsten Sohn bitten, mir den Gefallen zu tun,
mit uns gemeinsam noch einmal zum Rhein zu fahren, um dort den Baum ins Auto zu laden,
wozu er gerne bereit war.

Der HSV hat gewonnen, mein war Mann guter Laune und ich war es auch!!!

Denn, mit vereinten Kräften haben wir es geschafft!

Danke an Mann und Sohn!!!

Nun steht er auf unserer Terasse und ich sinniere, ob ich ihn am Stück in meinem Garten
unterbringe, oder ob ich ihn zersäge, dass sowohl die schöne, ausgespülte Unterseite,
als auch das dekorativ abgeflämmte obere Ende zur Geltung kommen können.
Im Hintergrund sammeln sich die bei zahlreichen Spaziergängen gefundenen Schätze, von
denen das ein oder andere Stück auch noch plastisch weiter verarbeitet werden kann.

9 Kommentare

  1. 1
    donvanone 

    Sehr sehr schick.
    Auf jeden Fall zersägen, damit das “Wagenrad” auch gut zur Geltung komme. Echt ein sehr schöner Einblick.
    Und ich bin begeistert, dass hier auf deinem Blog auch endlich mal der HSV zum Thema wird ;-)

  2. guckma
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    guckma 

    Sollte dem HSV an dieser Stelle sicher auch noch gratulieren.
    Also, Glückwunsch und weiter so!
    Bin übrigens auch zu dem Schluss gekommen, dass Absägen des Stammes, der eventuell zuletzt irgendwo eine Zeit lang als Strommast gedient haben könnte, für beide Enden von Vorteil ist. Ich hoffe, es bleibt alles heil bei der Aktion.

  3. 3
    Babba 

    Bin gerade am überlegen wie ein Betrachter die gesammelten Fundstücke auf eurer Terrasse sehen sollte. Jedes Stück für sich als Einzel- oder alle zusammen als Gesamt-Kunstwerk?
    Wirst du wohl jedem selbst überlassen?
    Ist die Anordnung willkürlich oder im Hinblick auf einen ganz bestimmten Gesamteidruck gewählt?

  4. guckma
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    guckma 

    Hier ein Bild meines “Kunstwerkes” aus Schwemmholz, rostigem Metall aus dem Rhein, Schneckenhäusern und einem sogenannten “seaglas”.

  5. guckma
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    guckma 

    @ Babba: Wir hatten nach dem Hochwasser an mehreren Tagen die Gelegenheit nach Treibholz und anderen Kleinoden aus dem Flussbett zu suchen. Die Fundstücke haben wir in Tüten eingesammelt oder auch händig bis zum Auto geschleppt, wenn es nicht in den Beutel passte. Zuhause haben wir unser Sammelsurium auf der Terasse “abgekippt”.
    Viele der Holzstücke sind schon, ohne bearbeitet zu werden, sehr dekorativ und es lassen sich die unterschiedlichsten Figuren darin sehen oder dort hinein interpretieren. Manche Stücke animieren dazu, durch Bearbeitung “etwas” zu werden. Doch das erfordert Zeit und Muße, was ich im Moment noch nicht habe. (Es war bis jetzt auch einfach zu kalt draußen)
    Da durch das Abkippen auch Schmutz entstanden ist, und der “Holzberg” immer sperriger wurde, war ich in Erwartung auf Besuch, der des nachts und am liebsten im Dunkeln, die Terasse nutzt, gezwungen, sehr schnell aufzuräumen. So entstand die Frage, wohin damit? Ich erinnerte mich an einen Schnappschuss, den ich in 1997 in Kanada gemacht hatte. Ein Fotomotiv, dass es auch schon auf einen meiner Foto-Kalender gebracht hatte, weil es mir so richtig imponiert hatte.
    Hier waren wir in Victoria, British Columbia in Küstennähe unterwegs. Dort konnte man noch viel ergiebiger nach Strandgut suchen, wenn es auch nicht für uns in Frage kam, da wir das nicht im Flugzeug nach Hause gebracht hätten.
    Ein Hauseigentümer hatte seinen “Gartenzaun” kreativ mit Strandgut aufgetürmt, sieh selbst auf dem Foto.
    Nach diesem Vorbild habe ich also versucht, meine Terasse wieder frei zu machen. Ich finde die “Hochstapelei” die allerdings sehr fragil ist, auch ganz gelungen. Das soll aber nicht so bleiben, da ich schon vorhabe, einige besondere Holzexemplare weiter zu verarbeiten.
    Eine “Plastik” habe ich schon fertig gestellt und verschenkt.

  6. 6
    WesleyCrusher 

    Zum Baumstamm:
    Um Gottes willen blos nicht zersägen!!! Damit würde seine Natürlichkeit entfremdet und seine Aussagefähigkeit, der natürlichen Ordnung im Chaos entfremdet, ja, der Nachweis, seiner natürlichen Entstehung verfälscht! Zudem würde ich ihn in seiner Queransicht “drappieren” und nicht im Hochformat, wo er keine Aussagekraft hat. Ich hoffe, Du bist bei diesem Wunder der Natur noch nicht mit Säge und Bandmaß vorgerückt und beläßt die Vollendung der künstlerischen Hand der Natur ohne Dein Zutun und Entstellung!

  7. guckma
    7
    guckma 

    @ WesleyCrusher: Ich bin auch gegen grobe Eingriffe in die Natur, dennoch nicht deiner Meinung. Dort, wo der Baumstamm zuletzt gelegen hat, wäre er “dank” Natur so nach und nach ungesehen immer mehr verrottet, zugemüllt und weggeschwemmt worden. Davor habe ich das Stück Holz, das schon nicht mehr ganz so natürlich war, weil es dereinst als Strommast gedient hat, erst einmal gerettet. Wenn ich es dann in die von mir angedachten Teile zersäge, wird man die “unnatürlich” zerteilten Enden gar nicht sehen. Das eine steckt in der Erde und das andere wird die Unterseite der wunderschönen Holzrosette sein. So sieht man, aber dadurch sehr exponiert, nur die natürlichen (wobei das Feuer sicher auch nicht natürlich war) Ansichten des Holzstammes.

  8. 8
    Ke 

    Tolle Sammlung! Ro muss mich auch immer festhalten, wenn wir irgendwo spazieren gehen und ich meine Tüte auspacke. Leider habe ich hier noch keinen richtig guten Schwemmholz-Sammelplatz gefunden. Momentan treibe ich mich eher auf Entsorgungsanlagen rum :-) )) So ist z.B. unsere Hausnummer entstanden. Muss ich doch glatt mal drüber bloggen…

    Den Telefonmasten hätte ich auch zersägt, so kann die Struktur viel besser wirken. Öhm, auf dem Parkplatz gegenüber vom Daimler hier in Ulm liegen übrigens haufenweise riesige verrostete Nägel von der vorherigen Baustelle rum – vielleicht will der Donvanone bei Bedarf mal nen Ausflug machen ;-) ))

    Viel Spaß weiterhin beim Finden und Werkeln!

  9. guckma
    9
    guckma 

    @ Ke: Wir verbringen momentan unseren Urlaub an der Ostsee. Da ich nicht gerade der größte Wasserplantscher und erst recht kein Sonnenbader bin, habe ich sehr viel Gelegenheit, die Strände nach Kleinoden ab zu suchen. Erfolgsbericht wird sicher in einem anderen Beitrag erfolgen. Danke auch für den Nagel-Tipp, jetzt muss nur noch Don darauf stoßen und dann aber auch irgendwie Lust auf dieses Ausflugsziel bekommen. Ist doch eigentlich ein preiswertes Geburtstagsgeschenk, oder?
    Warte jetzt aber auch gespannt auf den Beitrag mit der Hausnummer.

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