27.August 2009

… Schnecke

- diesmal mit Haus -

eine Achatschnecke, gefunden auf la Reunion

Was kriecht und fliegt dann da?, zum Gucken und Wundern

5 Kommentare

  1. 1
    Babba 

    Enorme Steigerung des “Ansehens” – mit so ´nem eigenen Häuschen!

  2. guckma
    2
    guckma 

    @ Babba: So,so, kann man sich mit einem schönen Häuschen so leicht bei dir einschleimen!

  3. 3
    Babba 

    Schneckliche Gedanken

    Ein Schneck, er glitt auf silbern´ Spur
    Nur, grad mal so, durch die Natur

    Angelangt in saft´gem Grün
    Musst sonderlich sich nicht bemüh´n

    Um an den Trieb´ und Blätterspitzen
    Genüsslich sich da hin zu sitzen.

    Er dachte, hier, in diesem Kohl
    Da bleib ich gern, fühl´ ich mich wohl

    Hier werde ich, weil es so muss
    Den Hunger stillen mit Genuss

    Doch hatte er nicht recht bedacht
    Dass er vielleicht da Schaden macht

    Nö, weshalb soll´n nur dem Mensch´ allein
    All die köstlich´ Pflänzchen sein?

    Ein Stückchen nur, von jedem Blatt
    Und schnell genug ich werde satt

    Ja, armer Schneck wirst´s schon erwarten
    Was dir ´erfährt in guckmas Garten

    Zurück aus schönen Urlaubszeiten
    Sie stolz tut durch die Beete schreiten

    “Ei, ein Schneck, ei bist du süß
    Und fühlst dich wohl in mei´m Gemüs´?!”

    “Nasch nicht zu viel, damit ich dann
    Auch noch ´was hab, für meinen Mann!”

    “Der genau, wie du du Schnecke
    Dies ´müs gern mag zu Essenszwecke”

    “Wart´ meint guckma, eine Weile,
    Ich flugs werd in das Hause eile´”

    “Weil, denke ich, es besser wäre,
    Wir teilen´s uns mit meiner Schere”

    Der Schneck er denkt und fasst es nicht
    Wie ach so gut er hat´s erwischt

    Die liebe Frau, das was sie tut
    Ist doch auch noch für and´re gut

    Er ruft, so ganz in Schneckmanier
    “Kommt all´ ihr Schneck, kommt her zu mir

    Hier wird, wir solltens nicht vergessen
    ´s gleich kommen zu ´nem großen Fressen!”

    “Die guckma wird zurück gleich eilen
    Und ihr Gemüse mit uns teilen!”

    Doch kam es wie es kommen muss
    Die guckma starrte mit Verdruss

    Auf die vielen roten Schneck
    Und der Schere Ursprungszweck

    Von wegen teil´n mit vielen sehr
    Am Ende bleibet mir nichts mehr

    Bevor sie Schneck noch etwas gib`
    Macht ihre Schere einmal schnipp

    Und dann noch schnipp sehr oft mit ihr
    Dass da kein einzig´ Schneckentier

    Der eine Schneck kämpft mit dem Tod
    Er röchelt noch in seiner Not

    “Du wolltest doch ich dacht´ gewiss
    Uns geben, was uns rechtens ist”

    “Du hast, ich wollt´ deshalb nicht bitten
    Ganz recht schön viel mir abgeschnitten”

    “Wie soll ich leben, mittendurch, da
    Und schloss die Augen mit nem aahhh”

    Und die Moral von der Geschicht
    Nimm niemals eine Schere nicht

    Denn dies tut ´nem Schneck ohje
    Am Ende ganz viel, ziemlich weh

    Nimm lieber, bist du mal im Zorne
    Dir von jenem blauen Korne

    Dies dazu sehr viel besser tauge
    Musst nicht ´mal schau´n in Schneckes Auge

    Kein´ Spur von Schneck nur gähnend´ Leere
    Ohn Schneck dein schöner Garten wäre

    Auch fehlte ganz der Schneckenfraß
    gell lieb´ guckma, merk´dir das!

  4. guckma
    4
    guckma 

    @ Babba:
    Das ist ein schöner, langer Gedicht,
    doch eine Belehrung für Guckma nicht!
    Die hat sich erkundigt über das Blau
    bei Wikipedia ganz genau.
    Dort steht und das klingt nicht so gut,
    wem Blaukorn alles so schaden tut.
    Auch ist es für Schnecken kein schneller Tod,
    mit Schere erleiden sie weniger Not.
    Schau selber mal nach, du wirst entdecken
    es gibt keinen Tod ganz ohne Schrecken!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schneckenkorn

  5. 5
    Babba 

    @ guckma:
    Vielen Dank für den wikipedia-Wink-Link!
    Was die dort dem Schneckenkorn entgegenbringen mag schon ein klein wenig der Realität entsprechen. Jedoch müsste man zentnerweise dieses Zeug ausbringen, um auch die Schnecken aus den Nachbargärten anzulocken.
    In unserem Garten (übrigens zu 90% Schneckenkorn-frei) dürfen sich die lieben Tierchen tummeln wie sie möchten. Die Pflänzchen aber, an die die Schnecken besonders gerne gehen, schütze ich derart vor ihnen, indem ich wohldosiert das Korn um sie ausstreue. Die Schnecken nehmen es auf und ziehen sich in ihre Schlupfwinkel zurück. Sieht man gelegentlich nach dem Fortschritt, lässt sich feststellen, dass nur einzelne Tiere davon naschen; und, so scheint es, nur die, die auch vorher an jener Pflanze waren. Keine ausschleimenden Tiere oder Kadaver sind mehr zu sehen. Somit haben Igel und Vögel dazu auch keinen Zugriff mehr.
    Wollten wir tatsächlich “umweltbewusst” vorgehen, müssten wir doch die Tierchen “Gartenschläfer-like” einsammeln und aussiedeln. Aber, wer möchte sich schon solche Mühe machen?

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